Risikomanagement
BORKUM – Beschäftigungsorientiertes Risikomanagement für KMU und Mitarbeiter
Thema
Im Projekt werden Qualifizierungsmaßnahmen zur systematischen Erfassung und Bewertung von Risiken und der Steuerung der Reaktionen auf die festgestellten Risiken vermittelt.
Ziele
Es ist festzustellen, dass die Systeme zum Risikomanagement nicht selten von der Geschäftsführung, ggf. unter Nutzung externer Kompetenz, eingeführt werden, ohne die Perspektiven der Mitarbeiter einzubeziehen. Obwohl die Unternehmensleistung unzweifelhaft eine Mannschaftsleistung ist, wird die Sicht der Beschäftigten bei dem Erkennen von Schwachstellen und Risiken unzureichend berücksichtigt.
Bei dieser Herangehensweise wird den Mitarbeitern kaum Möglichkeit gegeben, einen eigenen Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens zu leisten. In der Folge werden wesentliche Elemente zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung nicht genutzt.
Das Projekt „BORKUM“ zielt auf diesen Handlungsbedarf.
In drei Phasen
- Analysephase
- Coachingphase
- Kompetenzentwicklungsphase
wird ein systematischer und zugleich pragmatischer Prozess der Kompetenzentwicklung für Mitarbeiter und Management der beteiligten KMU realisiert.
Aus der Sicht von Mitarbeitern und des Managements werden die Risiken in den Handlungsfeldern des Unternehmens identifiziert und komplementär zu den vorhandenen Kompetenzen die erforderliche Kompetenzentwicklung im Projekt abgeleitet.
In den Lernfeldern werden systematische Grundverständnisse des Risikomanagements vermittelt. Mit den Führungskräften und Mitarbeitern werden über die Stufen
- Risiken identifzieren / analysieren / bewerten
- Ableitung von Handlungsfeldern
- Risiken steuern, minimieren und beherrschen
praktikable Modelle für die Umsetzung im eigenen Unternehmen entwickelt.
Nutzen
In der Analysephase werden in einer geführten Selbstbewertung des Unternehmens durch Mitarbeiter und Management die Schlüsselprobleme und Risiken identifiziert und analysiert. In der sich anschließenden Coachingphase werden die erkannten Risiken gemessen, bewertet und notwendige Entscheidungen abgeleitet.
Für die identifizierten Problemstellungen werden unter Nutzung der Risiko-Möglichkeits-Einfluss-Analyse - RMEA für die benannten Schwerpunkte aus den Handlungsfeldern:
- Finanzen/Betriebswirtschaft
- Markt und Kunde
- Produkte, Prozesse
- Personal
- Innovationen
- Infrastruktur unter besonderer Berücksichtigung der IT-Infrastruktur
Risikoprioritätskennzahlen gebildet. Damit entsteht eine klare Prioritätenliste für die nächste, die aktionale Projektphase. Für diese Phase werden als Ergebnisform konkrete Handlungsvereinbarungen und -bündnisse zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung erarbeitet.
Für die benannten und vereinbarten Problemstellungen und prioritären Risiken in den Handlungsfeldern werden konkrete Lösungsmöglichkeiten ermittelt. Dabei wird differenziert zwischen den Grundrichtungen:
- Ursachen für Risiken beseitigen (proaktiv)
- Risiken minimieren oder beseitigen (aktiv)
- Risiken im Fall des Auftretens praktischer Problemstellungen beherrschen (reaktiv) oder
- Risiken akzeptieren und versicherungstechnische Vorsorge treffen (akzeptierend vorsorgend
Mit der Beseitigung, Minimierung oder Beherrschung der Risiken in den Handlungsfeldern des Unternehmens wird das unternehmerische Risiko verringert. Mit der Qualifizierung wird die Stabilität des Unternehmens verbessert und damit werden die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert.

