QEBS - Qualitätsentwicklung in beruflichen Schulen
Entwicklung, Erprobung und Implementierung eines Balanced-Scorecard-orientierten Steuerungsmodells.
Durch das neue Schulgesetz wird in Berlin seit 2004 eine bildungspolitische Qualitätsoffensive realisiert. Diese ist auf die systematische Qualitätsentwicklung der Einzelschulen ausgerichtet, da mit dem neuen Schulgesetz alle Berliner Schulen erstmalig dazu verpflichtet werden.
Somit legen alle Berliner beruflichen Schulen bis zum 1. September 2006 ihr Schulprogramm und bis zum 1. August 2008 ihren Evaluationsbericht vor. Damit werden die inneren Strukturen und Prozesse der Öffentlichkeit dargestellt.
Die Bedürfnisse an beruflichen Schulen sind unterschiedlich ausgeprägt. Während in größeren Schulen eher das Management des Personals und der Schüler im Vordergrund steht, sind bei kleineren Schulen eher die Förder- und Unterrichtsarrangements ein Thema. Aber auch der Ausbau der Interaktion der Schulen mit den Ausbildungsbetrieben und der Wirtschaft gehört zu den anstehenden Herausforderungen.
Diese Situation führt zu einem komplexen Verknüpfungsmodell zwischen dem staatlichen Auftrag einerseits, den Belangen von Wirtschaft und Industrie andererseits sowie den Interessen und Motivationslagen der Jugendlichen zum dritten.
Die beruflichen Schulen sind daraufhin orientiert, in ihrer jeweiligen Entwicklungsrichtung auch die Anforderungen der Unternehmen zu berücksichtigen und durch ein in hohem Maße arbeitsmarktorientiertes Bildungs- und Qualifizierungsprofil abzubilden. Vor dem Hintergrund der aktuellen und der sich künftig entwickelnden Bedarfe der Wirtschaft, Industrie, des Handwerks und des Dienstleistungssektors erhält die Qualitätsentwicklung sowie die Art der intensiven Kooperation mit dem einzelschulischen Umfeld eine zentrale Bedeutung.
Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung eines Instruments zur Selbststeuerung. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung, evaluationszentrierte Erprobung und entsprechend der einzelschulspezifischen Bedürfnissen angepasste Implementierung eines Balanced Scorecard-orientierten Steuerungsmodells. Im Balanced Scorecard-Konzept werden zur strategischen Ausrichtung der Organisation verbindliche Ziele vereinbart und gewichtet.
Für das Projekt werden vier verschiedene Entwicklungsgebiete differenziert:
- die wirtschaftsorientierte Ausrichtung der Schule
- die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Konsequente Stärkung des Lernens und der Innovationsentwicklung;
- die Schulpartner: Die Interaktion mit dem schulischen Umfeld; die internen (Leistungserstellungs-)Prozesse.
- die internen organisationalen (Leistungserstellungs-) Prozesse.
Die nachfolgende Grafik stellt die erwarteten positiven Effekte für die beruflichen Schulen dar:
Während des Projekts arbeiten Akteure aus Wissenschaft, Pädagogik, Wirtschaft und den anderen Sektoren des Wirtschaftslebens eng zusammen. Zu einzelnen Fachthemen wird es entsprechende Arbeitsgruppen geben. In den Schulen werden Coachingtermine zur Organisationsentwicklung stattfinden und es werden Trainings zu verschiedenen Themen durchgeführt.



