Zum Jahreswechsel

- Volker Kempa Vorstandsvorsitzender
Liebe Mitglieder des RKW in Berlin und Brandenburg,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir blicken zurück auf ein turbulentes und erfolgreiches Jahr 2010. Einerseits freuen wir uns, dass das Gros der Unternehmen im Wesentlichen unbeschadet durch die Krise gekommen ist, andererseits beunruhigen uns die sich täglich überholenden Nachrichten zum Euro, zur Terrorgefahr und zur Situation in den internationalen Brandherden.
Sehen wir unsere regionale Rolle als RKW, konnten wir, wie jüngst auf der Mitgliederversammlung im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam konstatiert, viele aktive Beiträge in Unternehmen in Berlin und Brandenburg leisten, um Wettbewerbsfähigkeit, Qualifikation und Qualität weiter zu entwickeln. Unser RKW, neben dem gemeinnützigen Verein mit drei GmbHs in Berlin und Brandenburg im Markt aktiv, ist dabei ebenfalls gewachsen und konnte seine Positionen ausbauen und stärken.
Das tägliche Erleben und Mitgestalten der Prozesse in vielen KMUs der Wirtschaftsregion stimmt uns optimistisch, den erfolgreichen Weg auch in 2011 weitergehen zu können.
Für die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wünschen wir unseren Mitgliedern, Partnern und Kunden besinnliche Stunden und einen guten Start ins neue Jahr.
Manche leisten mehr! „da sein – stark sein“ zur Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf

- Übergabe des Zuwendungsbescheides
Jetzt bewerben!!
Viele Mitarbeiter in Unternehmen und Betrieben sind nicht nur berufstätig sondern sie pflegen zu Hause noch einen Angehörigen. Von den privat Pflegenden sind über 65 % im erwerbstätigen Alter. Für sie bedeutet es: Wie kann Leistungsfähigkeit im Beruf mit der Pflegeaufgabe vereinbart werden?
Gemeinsam mit der Stiftung Pflegebrücke startet die RKW Brandenburg GmbH ab sofort das Projekt „da sein - stark sein“ im Rahmen der INNOPUNKT-Initiative des Landes Brandenburg. Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Verwaltungen sowie Beschäftigte aus Brandenburg können sich ab sofort zur Teilnahme bewerben.
Das Projekt bietet:
- Lösungen zur Verankerung des Themas „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ im
Unternehmen
- Die Schulung von Multiplikatoren, die zukünftig über Unterstützungsangebote im
Unternehmen informieren können
- Konkrete Sofort-Hilfe für pflegerische Notfälle, wie beispielsweise Verhinderungspflege
- Coaching für betroffene Berufstätige, um die hohen Anforderungen besser bewältigen zu können.
Für die am Projekt teilnehmenden Unternehmen entstehen keine externen Kosten. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine E Mail an: Gabriele Viets, Tel: 0331-96745-24, gabriele.viets@rkw-bb.de, Simone Rühl, Tel: 0331-96745-13, simone.ruehl@rkw-bb.de
Weitere Informationen erhalten Sie zudem unter www.stiftung-pflegebruecke.de
DIN ISO 29990

- Dr. Thomas Rau bei der Darstellung der DIN ISO 29990 und deren Bedeutung für Kanada und Südkorea
Von einem der auszog …
… nicht das Fürchten, jedoch vieles Neues zu lernen. Und Respekt vor der eigenen Courage konnte man schon bekommen bei dem Anspruch, ein in Berlin-Brandenburg entstandenes Qualitätsmanagementsystem für wettbewerbsorientierte Bildungsträger zu einem weltweiten Standard der ISO zu machen. Es ist vollbracht: Das QM STUFEN-MODELL (PAS 1037:2004) ist nach drei Jahren gemeinsamer internationaler Arbeit auf hohem Niveau „nivelliert“ und „angereichert“ als DIN ISO 29990:2010-12 kurz vor Weihnachten veröffentlicht worden. Es ist das erste weltweit gültige Qualitätsmanagementsystem der ISO für Bildungsträger. Nach Auffassung des Leiters der Anerkennungsstelle der Bundesagentur für Arbeit ist die DIN ISO 29990 von den bestehenden Qualitätsmanagementsystemen am besten geeignet, um den Anforderungen der Trägerzulassung nach AZWV zu entsprechen.
Anliegen des RKW und vieler seiner Partner sowie anderer Interessenten an der Norm war es natürlich nicht nur aus dem QM STUFEN-MODELL einen „ISO Standard für Deutschland“ zu machen, sondern ihn als weltweiten Standard für den Bereich der Aus- und Weiterbildung zu etablieren. Um so erfreulicher war es, dass der Standard mit 100-prozentiger Zustimmung von den teilnehmenden nationalen Normungsorganisationen angenommen wurde. Die internationale Diskussion im 2006 speziell für die Aus- und Weiterbildung geschaffenen ISO-Komitee ISO/TC 232 machte deutlich, dass die Bildungsanbieter weltweit vor vergleichbaren Problemen und Herausforderungen stehen. Vor diesem Hintergrund konnte eine internationale Norm entstehen, die den Anforderungen aller beteiligten Länder gerecht wird. Mit dieser weltweit gültigen Norm besteht nun eine reale Chance, die unübersichtliche Vielfalt an Managementstandards im Bereich der Bildung in einem zertifizierbaren und transparenten QM-System zusammenzuführen.
Die internationale Resonanz auf den Standard ist auch über die Normungsorganisationen hinaus sehr positiv. Der Europäische Fernschulverband (EADL) hat beispielsweise seinen Mitgliedern die Einführung der ISO 29990 empfohlen und bereits einen Quality Guide für die Anwendung in der Fernlehre verfasst.
Als Vorsitzender des ISO Komitees 232 hatte Dr. Thomas Rau in den zurückliegenden Jahren Gelegenheit das Anliegen des Standards auf vielen internationalen Konferenzen zu vertreten. Die jüngste dieser Konferenzen, das Global Human Resources Forum, fand Ende Oktober 2010 statt. Es ist ein von Südkorea in Zusammenarbeit mit der Weltbank und der UNESCO organisiertes jährliches Welttreffen von Vertretern aus der internationalen Politik und Wirtschaft, aus dem Bildungsbereich und von Journalisten. Eines der Foren war der ISO 29990 gewidmet und wurde durch Beiträge von Mitgliedern des ISO-Komitees 232 gestaltet. In dem Forum und in den Gesprächen am Rande der Konferenz mit UNESCO-Mitarbeitern und Geschäftsführern vieler Bildungsträger wurde das große Interesse an der Nutzung des Standards deutlich.
In Deutschland haben bereits einige Lerndienstleister damit begonnen, die neue Norm zur Verbesserung ihrer Organisationsabläufe zu nutzen. Die Länder Berlin und Brandenburg unterstützen die Umstellung bestehender Qualitätsmanagementsysteme von kleinen und mittleren Bildungsträgern (KMU) auf die neue Norm bzw. generell ihre Einführung für Einrichtungen die bisher noch nicht zertifiziert sind. Projektträger ist die RKW Berlin GmbH.
Als Hilfe für die Einführung wird der Beuth-Verlag im März 2011 einen Kommentar zur Umsetzung der DIN ISO 29990 veröffentlichen. Für Berater/-innen führt das RKW am 8. Und 9. Februar 2011 eine zweitägige Schulung durch, die sie befähigen soll, die Einführung des QM-Systems bei ihren Kunden zu begleiten. Die Teilnehmer/-innen der Schulung erhalten ein Zertifikat als RKW-Fachberater für die DIN ISO 29990.
Ansprechpartner:
Dr. Thomas Rau Tel. +49 30 20308-4302
E-Mail: thomas.rau@rkw-bb.de
Interne Auditoren trafen sich zum Erfahrungsaustausch
Der 24. November entwickelt sich für Interne Auditoren zu einem festen Termin: Wie im Vorjahr hatte das RKW an diesem Tag zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich bei Fachvorträgen neues Wissen anzueignen und mit ihren Kollegen über die Praxis zu diskutieren. Ein anspruchsvolles und kompakt angebotenes Programm bot der diesjährige Erfahrungsaustausch.
Das Treffen im Potsdamer Steigenberger begann mit dem hochaktuellen Thema Datensicherheit und Datenschutz. Kleine und mittlere Unternehmen sind häufig unzureichend gegen Bedrohungen geschützt. Markus Koscielny von der G Data Software AG nannte Zahlen: 133.000 Arten von Malware gab es 2007, in diesem Jahr dürften es über 2 Millionen werden. Der Experte stellte mehrere Stufen von Schutzmechanismen vor, die sowohl die EDV-Infrastruktur sauber halten, den Datenschutz und die Rechtssicherheit der Unternehmer gewährleisten.
Anschließend stellte Dr. Frank-Roland Seidlitz, der den Erfahrungsaustausch leitete, die 5S-Methode vor. „Für Auditoren bietet diese Methode eine ausgezeichnete Orientierung, um systematisch Schwachstellen zu identifizieren und Verbesserungen einzuführen“, sagte er. Die 5 Elemente stammen aus dem Lean Management und wurden von einem Japaner entwickelt. Eine intensive Diskussion entspann sich danach in der Gruppenarbeit.
Ihr Buch zu Strategien für die Einführung von Qualitätsmanagement stellte Dr. Janet Nagel vor. Als Trainerin und Coach arbeitet sie seit Jahren im Beraternetzwerk der RKW Brandenburg GmbH mit. Ein spezielles Thema im QM-System ist der Arbeitsschutz. Dr. Wolfgang Heller, Dozent für Arbeitssicherheit und Gefahrstoffe, referierte abschließend über Mindestanforderungen, die durch interne Auditoren geprüft werden sollten.
Ein anspruchsvolles und kompakt angebotenes Programm bot der diesjährige Erfahrungsaustausch. In der Feedbackrunde äußerten sich die Teilnehmer positiv und gaben dem RKW gleich Wünsche für das nächste Jahr mit auf den Weg. Es sollte zum Beispiel über anstehende Änderungen in bestimmten Normen und Regelwerken informiert werden. Gewünscht wurden auch noch mehr Informationen anhand von praktischen Beispielen aus der Auditpraxis. Gemeinsames Ziel bleibt, die Arbeit der Internen Auditoren ständig zu verbessern.
Ihre Anregungen und Vorschläge nimmt gern entgegen: Christine Grothe, Tel.: 0331 96745-23, Christine.Grothe@rkw-bb.de
Wegen des großen Erfolges: Vierter Lauf des Projektes „Geschäftsprozessmanagement“
Seit mehreren Jahren hat sich die RKW Brandenburg GmbH speziell der Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung ihrer Geschäftsprozesse zugewandt. Auslöser waren Erfahrungen aus Beratung, Weiterbildung und Coaching für Qualitätsmanagementsysteme. Hier zeigte sich häufig Verbesserungsbedarf bei äußerst wichtigen Prozessen, die aber durch das QM-Systems nicht direkt erfasst wurden. Mit weiterentwickeltem Inhalt wurden bereits drei Projekte erfolgreich abgeschlossen, das vierte geht derzeit mit 20 Unternehmen aus verschiedenen Branchen an den Start und wird im September 2011 enden.
Das Projekt umfasst diverse Ansätze, angefangen bei der erstmaligen Implementierung klarer Strukturen in schnell gewachsenen Unternehmen, über die Verbesserung der Kommunikation bestehender Systemansätze bis hin zur Definition eindeutiger Kennzahlen zur Effizienzsteigerung ausgesuchter Unternehmensbereiche. Ohne zwingend auf die hohen Standards eines zertifizierten Qualitätsmanagement-Systems abzuzielen, lassen sich durch die richtigen strategischen Schwerpunkte und deren konkrete Umsetzungsmaßnahmen schnell die gewünschten Effekte erreichen.
Auch für Ihr Unternehmen ist eine geförderte Teilnahme möglich, wenn Sie den EU-Vorgaben für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit der Projektleitung auf, welche die Förderfähigkeit Ihres Hauses gerne prüft. Genaueres können Sie auch unserer aktuellen Broschüre entnehmen, in denen die Unternehmen des vorangegangenen Laufes selbst zu Wort kommen.
Ansprechpartner:
Dr. Lothar Oppermann, Tel.: 0331 96745-15
Lothar.Oppermann@rkw-bb.de
www.rkw-bb.de, http://www.rkw-bb.de/geschaeftsprozessmanagement.html
Tipps & Termine
12.01.2011 Stolperstellen der Korrezpondenz - korrekt schreiben, 09:00Uhr - 17:00 Uhr, Potsdam
20.01./21.01.2011 Geschäftseinheiten und Gruppen wertschöffend organisieren und führen, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr, Potsdam
20.01.2011 ... damit aus Mitarbeitern nicht Gegenarbeiter werden - Praktische Führungspsychologie, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr, Potsdam
24.01.2011 Kunden-Kunde für Monteure - Kommunikation für gewerbliche Mitarbeiter, Teltow
27.01.2011 Charmant im Auge des Sturms - souveräne Kommunikation im Sekretariat, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr, Potsdam
01.02.2011 Arbeitsrecht aktuell 2011, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr, Potsdam
15.02.2011 Deckungsbeitragsrechnung - Grundlage für eine erfolgsreiche Kalkulation von Produkten und Dienstleistungen, Teltow
17.02.2011 Führen und motivieren durch MIT-Arbeitergespräche, Teltow



