Treffen des Vorstandes des RKW Berlin-Brandenburg e.V.
Am späten Nachmittag des 3. Mai 2011 traf sich der RKW-Vorstand am Kulturstandort Schiffbauergasse in Potsdam. Das frühlingshafte Wetter, der gewählte Standort und die Ergebnisse in den verschiedenen Bereichen der RKW-Arbeit trugen zu einer positiven Gesamtstimmung bei.
Wie ist die Bilanz 2010? Der am 1. Oktober 2010 gewählte neue ehrenamtliche Vorstand konnte in der Berichterstattung zum abgelaufenen Geschäftsjahr druchweg positive Meldungen entgegennehmen. Ein Umsatz von mehr als 6 Mio. € und die inhaltlichen Projektergebnisse zeigen ein wiederum erfreuliches hohes Niveau. Das Förderprojekt „Wachstum lernen – lernend wachsen“ traf im I. Quartal 2011 auf die eigene Organisation zu. Neue Mitarbeiter wurden eingestellt, das RKW-Team Berlin-Brandenburg umfasst jetzt insgesamt 31 Personen und zählt damit im RKW-Verbund Deutschland zur Spitzengruppe.
Das RKW hat somit alle Voraussetzungen, um in der Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg einen eigenen Beitrag für den Mittelstand zu leisten und das auch im Rückblick auf eine 90-jährige Tradition als Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft.
Am 10. Juni 1921 wurde das RKW gegründet; die Gründungsidee ist heute genauso aktuell wie vor 90 Jahren. Das RKW Brandenburg und die der anderen neuen Länder blicken inzwischen auch schon auf 21 Jahre einer jüngeren eigenen Tradition zurück.
Herr Volker Kempa dankte den Vorstandskollegen für ihren aktiven Einsatz für das RKW und dem Team für die hohe Leistungsbereitschaft.
Die jährliche Mitgliederversammlung wird satzungsgemäß und im Rhythmus des Standortwechsels im Herbst dieses Jahres in Berlin stattfinden.
Lehrgänge für Fachberater und Fachauditoren zur DIN ISO 29990

- Fachberater/-innen (oben) und Fachauditor(inn)en (unten) zur DIN ISO 29990
Die beiden zweitägigen Lehrgänge für Fachberater/-innen und Fachauditor(inn)en zur DIN ISO 29990 wurden von den Teilnehmer/-innen außerordentlich gut bewertet. Mit den Lehrgängen werden die Teilnehmer/-innen befähigt, die Einführung des QM-Systems bei ihren Kunden zu begleiten bzw. zu auditieren. Sie erhalten ein Zertifikat als RKW-Fachberater/-in bzw. als Fachauditor/-in. Der Lehrgang ist die Voraussetzung, um für das RKW im Bereich DIN ISO 29990 beratend tätig werden zu können.
Dr. Karsten Koitz von der Euronorm GmbH konnte bei der Vermittlung der Lehrinhalte auf seinen reichen Erfahrungsschatz als Leitender Auditor und Berater von Bildungsunternehmen zurückgreifen. Er ist einer der wenigen Auditoren, die bereits Erfahrungen mit der Zertifizierung von Lerndienstleistern nach ISO 29990 sammeln konnten. Dr. Thomas Rau vom RKW Berlin steuerte als Vorsitzender des zuständigen ISO-Komitees Informationen aus der Normungsarbeit an der ISO 29990 bei. Die Lehrgänge waren durch sehr angeregte Diskussionen und einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch geprägt.
Die Teilnehmer/-innen sprachen dafür aus, den Dialog fortzusetzen. Das RKW wird dazu eine geeignete Plattform zur Verfügung stellen.
Die nächsten Lehrgänge:
23./24.06.2011 Fachauditor/-in für die DIN ISO 29990 im Energieforum Berlin
28./29.06.2011 Fachberater/-in für die DIN ISO 29990 im Energieforum Berlin
Weitere Informationen und aktualisierte Lehrgangsangebote unter:
http://www.rkw-bb.de/475.html
Ansprechpartner:
Dr. Thomas Rau, Tel.: 030 20308 4302, E-Mail: thomas.rau@rkw-bb.de
Flexibilisierung von KMU: Notwendiges Handlungsfeld oder Selbstverständlichkeit?

- Branchennetzwerk "Energiewirtschaft" im Erfahrungsaustausch
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragte Projekt KMUflex untersucht Flexibilisierungsstrategien in industriellen KMU-Clustern. Bisher wurden 135 Unternehmen verschiedener Branchennetzwerke in Berlin-Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Ihren Flexibilisierungsstrategien befragt. Erste Ergebnisse liegen vor.
Vor allem kleine und Kleinstunternehmen pflegen eine „angeborene“ inhärente Flexibilität. „Stillstand ist Rückschritt“ und “wer sich nicht bewegt geht unter“ sind gesellschaftlich anerkannte Weisheiten. Wer wüsste dies nicht besser als kleine und mittlere Betriebe im Wettbewerb. Ist Flexibilität also nicht automatisch Bestandteil einer Ablauforganisation, eine gelebte Führungsphilosopie, die Prozesse an sich verändernde Umweltbedingungen ständig orientiert und anpasst. Diese These scheint plausibel und entspricht der Erfahrungswelt von Unternehmern wo immer diese zu Gespräch und Austausch sich treffen. Sie ist gleichwohl in keiner Weise belegt oder gar empirisch abgesichert. Dies hat zwei Gründe:
1. Oft wird die Agilität des Unternehmensleiters mit der Flexibilität des Gesamtunternehmens verwechselt. Plötzliche Eingriffe der Unternehmensleitung durch direkte Anweisungen u.ä. führen zu kurzfristigen Aktionen, später kehrt die Organisation in den „Ruhestand“ ihres Regelwerkes zurück.
2. Manche Unternehmen finden in der Stabilität ihre Leistungshochform. Ein Hersteller von Kirchenglocken unterliegt weniger starken Veränderungen der Marktbedingungen als der Anbieter von Telefondiensten.
In 12 Unternehmen aus vier branchen- und regionalbezogenen Untersuchungsnetzwerken werden Pilotprojekte über den Einsatz von Flexibilisierungsstrategien und –instrumenten zur Verbesserung der Wettbewerbssituation von KMU durchgeführt. Die Pilotprojekte sind in unterschiedlichen Flexibilisierungsfeldern, z.B. Arbeitsprozesse, Marketing, Finanzierung, überbetriebliche Zusammenarbeit, Arbeitsnehmerüberlassung, etc. verortet. Der Start beginnt im Mai 2011 und im Mai 2012 enden die betrieblichen Gestaltungsprojekte der Pilotphase. Nach Abschluss der Pilotprojekte können die empirisch gewonnenen Erkenntnisse mit den qualitativ gewonnen Informationen und praktischen Erfahrungen gespiegelt und zusammengeführt werden.
Zum Auftakt trafen sich zahlreiche Vertreter des im Rahmen des Bundesforschungsprojektes KMUflex in Berlin und Brandenburg gebildeten Branchennetzwerkes „Energiewirtschaft“ zum Erfahrungsaustausch über die bisherige Arbeit und die Koordination der künftigen Zusammenarbeit.
Einen Überblick über die Lage der Energiebranche in Berlin Brandenburg gab Burkhard Volbracht von der Berlin Partner GmbH. Dr. Baum, wissenschaftliche Projektbearbeiter der TU Chemnitz erläuterte die Befragungserbnisse aus der Erhebung von Flexibilisierungsstrategien und -instrumenten aus 135 Unternehmen der Untersuchung. Die Diskussion von Praxisbeispielen und geplanten Gestaltungsprojekten in den Unternehmen ergänzte und vervollständigte die wissenschaftliche Sicht der Untersuchung.
Erste Ergebnisse der Pilotprojekte werden für den Herbst 2011 erwartet.
Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Andreas Lorenz, Tel.: 0331 96745 15, E-Mail: andreas.lorenz@rkw-bb.de
Wettbewerb eröffnet – Qualitätspreis Berlin-Brandenburg 2012
Am 11. April fiel beim 6. Qualitätstag Berlin-Brandenburg der Startschuss für die Teilnahme am Qualitätspreis Berlin-Brandenburg 2012. Die RKW Berlin GmbH unterstützt bis zum Bewerbungsschluss am 31. März 2012 alle Unternehmen und Organisationen in der Region, die sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem EFQM-nahen Kriterienmodell selbst herausfordern und ihre Prozesse und Ergebnisse verbessern wollen.
Als Unterstützung werden u.a. geboten:
- Informationsveranstaltungen, etwa am 24. Mai gemeinsam mit dem VDI an der Technischen Universität,
- individuelle Betreuung durch einen EFQM-Spezialisten, der bei der IST-Analyse und der Ableitung von Stärken und Potenzialen im Unternehmen hilft,
- Schulungen zum Kriterienmodell ab September 2011,
- laufend aktuelle Informationen auf www.q-preis.de.
Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam vom brandenburgischen Wirtschafts- und Europaministerium und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen vergeben.
Bei Fragen sind wir gern für Sie da: Servicebüro Berlin bei der RKW Berlin GmbH, Frau Anna John, Tel: 030 2030843 09, E-Mail: anna.john@rkw-bb.de
Konferenz und Workshop „Create Your Own“ am 30. und 31. Mai 2011
Individualisierung, Personalisierung und nutzerbasiertes, verteiltes Design (Co-creation) sind aktuelle gesellschaftliche Megatrends, an denen kein innovationsorientiertes Unternehmen mehr vorbei kommt. Unterstützt von der Europäischen Kommission und als Teil der Berliner Workshopreihe des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes widmet sich die Konferenz „CYO 2011“ erfolgreichen Unternehmensstrategien und den ihnen zugrunde liegenden Technologien. Die zweitägige Veranstaltung bietet vielfältige Networking-Möglichkeiten mit Unternehmern, Entwicklern, Wissenschaftlern und Investoren sowie Kontakte zu Repräsentanten nationaler und europäischer Förderinstitutionen.
In einem praxisorientierten Workshop “Aus Eins mach Zwei mach Drei – Rationalisierung und kundenindividuelle Massenfertigung in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ im Rahmen der Konferenz werden für die Teilnehmer die Konzepte anhand von vier bereits mit großem Erfolg umgesetzten Geschäftsmodellen greifbar. Die vier eingeladenen Unternehmen geben einen Einblick in ihre Methoden und den gewonnenen Erfahrungen rund um Individualization, Mass-Customization und Co-creation. In kleinen Gruppen werden die Erkenntnisse dann unter Anleitung auf die konkreten Bedarfe und Vorhaben der Workshopteilnehmer angewandt und im Einzelnen diskutiert.
Der Workshop richtet sich an Kreative und Unternehmer der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Entwickler und Entscheider anderer Branchen, die Produkte und Leistungen auf Basis schöpferischer und kreativer Inhalte produzieren bzw. ihre bestehenden Angebote entsprechend weiterentwickeln wollen.
Konferenz und Workshop finden in englischer Sprache und kostenfrei für angemeldete Teilnehmer statt. Veranstaltungsort: Theater Aufbau Kreuzberg, Moritzplatz 1, 10969 Berlin, Anmeldung per Email an kreativ@rkw.de oder auf http://www.cyo2011.com




